Unsere Shelties

Nur wenige Jahre nach dem Beginn unserer Hundezucht entschlossen wir uns, zusätzlich zu den Collies nun auch mit einer Sheltiezucht zu beginnen. Als wir zu befreundeten Züchtern fuhren, um uns Welpen anzusehen, setzte sich eine junge, sehr selbstbewusste und dazu schöne tricolour Sheltie-Dame vor die Füße und warb um unsere Zuneigung. "Klein-Effi" war bereits 2 Mal auf Schauen mit "V" plaziert bewertet und mit der vorzüglichen WMZ (Wertmessziffer) 5(645)4 voll angekört. Es war Liebe auf den ersten Blick. Als die Züchterin dazu sagte, sie beabsichtige tatsächlich, sich von ihr zu trennen, da ein erster Versuch mit ihr einen Wurf zu bekommen, fehlgeschlagen war und sie zudem auch noch den Wurfbruder als Deckrüden behalten habe, entschlossen wir uns stehenden Fußes!
Unsere erste Sheltiehündin "Klein-Effi vom Hortensienhof" hat uns nicht enttäuscht. Sie war sofort Mittelpunkt unserer Familie, und zwar nicht nur der menschlichen Familie, sondern auch der damals bei uns lebenden 4 Collies. Nun war es schon etwas schwieriger bei Wochenendausflügen mit dem Trabbi - alle 5 Hunde und die komplette Familie passten nicht mehr hinein! 

"Effi's" Abstammung ist erwähnenswert:

Eltern Großeltern
Pol.Ch., DDR-Sgr.
Lilliput Heart a.d.Hexenhaus
zw
DDR-ZB 334
DDR-Sgr.
Luty vom Charlottenhof
tri
ZBrH 986
DDR-ZB 135

Ung.Sgr., Pol.Ch.
Lilliput Bitch a.d.Hexenhaus
zw
DDR-ZB 204
Klein-Bienchen vom Hortensienhof
tri
WMZ 4(457)4, DDR-ZB 742
CSSR-Ch., Ung.Sgr., Pol.Ch., DDR-Sgr.
Glenn v.d. Schottenburg
d´zw
ZBrH1058
DDR-ZB 190

DDR-Sgr.
Birgid a.d. Stülpner Höhle
d´zw
DDR-ZB 199
Beide Großväter kamen "aus dem Westen" - brachten die erforderliche "Blutauffrischung" für die Sheltiezucht in Ostdeutschland. Obwohl wir eben nur auch in der Sheltie-Szene vertreten sein wollten, um mitsprechen zu können, legten wir Wert darauf, mit einem solchen Hund anzufangen, der von seiner Abstammung her interessant war und auch phänotypisch wie im Wesen etwas besonderes war.


Unser erster Sheltie-Wurf fiel am 14. Juni 1976 nach dem Rüden "Cherro von Gräfenleite", einem mittel-kräftigen, d´zw Rüden (Sohn des "Lilliput Chico a.d.Hexenhaus"). Es waren 2 tricolour Rüden und eine d´zw Hündin; letztere, unsere"Klein Anja vom Salzaspring", behielten wir und sie wurde unsere 2. Sheltie-Zuchthündin mit guter Vererbung. Ausgestellt wurde sie nur zweimal in der Jugendklasse. Sie erhielt sehr gute Beurteilungen. Kurz danach verletzte im Spiel eine Collie-Hündin sie durch einen Biss in das linke Ohr. Durch den Knorpeldefekt wurde dieses nicht mehr korrekt gehoben - trotzdem war sie unsere liebe kleine Hündin im Haus, von der wir wussten, dass sie keinerlei genetisch bedingte Fehler hatte. "Klein-Effi" und "Klein Anja" brachten uns je 5 Würfe mit durchschnittlich 4 bis 5 Welpen von sehr gutem Typ. Aus ihrem Nachwuchs konnten neue Sheltiezuchtlinien entstehen (z.B. im Zwinger "v. Romani"). Leider ging uns selbst später diese Linie verloren.


Von einem älteren Züchterehepaar, welches aus gesundheitlichen Gründen aufgab, übernahmen wir 1980 die bereits 6½-jährige kräftig rot gefärbte und typvolle "Lindy vom Lauchstädter Brunnen".
Wir konnten mit ihr noch 2 sehr schöne Würfe ziehen, von denen einige Shelties erfolgreich waren. Ihr Sohn "Klein Hassan vom Salzaspring" war in Berlin der erste Sheltie in einer DRK-Rettungshundestaffel. "Klein Irko vom Salzaspring" arbeitete auf einem Hundepatz in Chemnitz mit den großen Diensthunden. Vor allem in der Unterordnung und Fährtensuche war er "Spitze". 1992 legte er im Alter von 12 Jahren noch einmal eine Begleithundeprüfung nach VDH-Bestimmungen ab - er wurde über 17 Jahre alt.
Schon lange wollten wir auch einmal einen Bluemerle-Sheltie-Wurf ziehen und Erfahrungen mit Hunden dieses damals noch sehr seltenen Farbschlages erwerben. Befreundete Züchter erhielten 1982/83 für die tricolourfarbene Hündin "Little Early of Queensland" die zu Ostblockzeiten erforderliche Genehmigung für einen Deckakt in der damaligen CSSR. Partner war dort der blm Rüde Ch."Ulysses z Litomerickych strani CS", ein Sohn des Weltsiegers "Kyleburn Quo Vadis" und der Tschechischen Multichampion-Hündin "Nike z. Litomerickych Strani CS". Aus dieser Verpaarung bestellten wir uns eine blm Hündinnenwelpe vor. Auf Grund der Wurfzusammensetzung blieb nichts anderes - wir nahmen eine der 2 tricolourfarbenen Hündinnen - ein guter Griff: "Zwerg Babsi von Cavalcanti" sollte schließlich Stammmutter einer neuen Sheltie-Generation werden, die bis 2001 bei uns weiter existierte. Darunter gab es schließlich auch zwei Würfe mit blm-farbenen Shelties. Nach den Rüden "Arko vom Jägerhof", "Jäckie vom Teufelsstein" und "Zwerg Blue Fips von Cavalcanti" erhielten wir jeweils sehr typvollen Nachwuchs. Am bekanntesten wurden wohl "Klein Randy vom Salzaspring" und "Klein Ronny vom Salzaspring", u.a. mit ihren Erfolgen auf den ersten gesamtdeutschen Schauen 1990 in Salzgitter, Gotha und Nordhausen.


Ebenfalls 1983 sahen wir beim Züchterehepaar Zimmermann, Großpösna, die damals 5 Monate alte "Polly vom Aueneck". Es war "Liebe auf den ersten Blick" - und wir nahmen sie mit! 1984 wurde sie "DDR-Nachwuchsbeste" und konnte auch späterhin noch mehrere Schauen in der Jugendklasse und Altersklasse (heute=Okl) gewinnen. Auch als Zuchthündin war sie nach unseren Erwartungen ein großer Erfolg. Auch ihr Nachwuchs konnte sich behaupten. "Polly" wurde dann noch Mutter einiger guter Shelties aus dem Zwinger "von Groß Salze", dort mit direkten Nachkommen bis in die Gegenwart.
Mit ihrem Sohn "Klein Tex vom Salzaspring" und unserer "Klein-Una vom Salzaspring" versuchten wir, unsere beiden Hündinnenlinien Babsi/Polly zusammenzuführen: dieser Wurf brachte leider nur Rüden. Die entstandene Größenstreuung hielt uns ab, diese Verpaarung zu wiederholen.


Die im Herbst 1988 geworfene "Vinny vom Hirtenstolz" holten wir uns im Frühjahr 1989 zum Aufbau einer weiteren Sheltie-Blutlinie. Diese Hündin war leider sehr scheu und ließ sich nicht gut auf Ausstellungen präsentieren. Die Prägungsphase war lange überschritten, wir brauchten sehr lange, um diese Hündin an uns zu gewöhnen. Dennoch - sie wurde eine gute Mutter von Welpen, die bewiesen, dass diese Wesensmerkmale nicht in der Erbmasse genetisch fixiert, sondern falsch geprägt waren. Ihre Tochter "Klein Belinda vom Salzaspring" konnte 1992 anlässlich der Jubiläumsschau des Schweizerischen Collieclubs in Zuchwil sowie kurz danach zur Sachsenschau in Niederwiesa die Jugendklasse gewinnen. Sie wiederum war die Mutter unserer Hündin "Klein Nelly vom Salzaspring", mit der wir diese Linie fortsetzten. Ihre Tochter "Klein Gibsy Girl vom Salzaspring" ist zur Zucht empfohlen; von ihr erhoffen wir den Fortbestand dieser erfolgreichen Linie 


Nun komme ich noch einmal auf unsere Linie nach "Zwerg Babsi von Cavalcanti" zurück:
Nach dem Rüden mehrfacher DDR-Vizesieger "Jäckie vom Teufelsstein" zogen wir Anfang 1989 unseren U-Wurf und behielten hieraus "Klein Una vom Salzaspring". Sie war eine sehr typvolle und selbstbewusste tricolour Hündin. Allerdings vererbte sie nicht mit allen Partnern diesen Typ - es gab sehr schöne Shelties nach ihr, aber einige auch mit Köpfen des älteren Sheltiebildes der frühen 80´er Jahre. Das selbstsichere Wesen - zugleich daraus folgernd die gute Eignung für verschiedene hundesportliche Ausbildungen - war hingegen bei allen Una-Kindern anzutreffen.
Aus ihrem letzten Wurf 1994 behielten wir die tricolour Hündin "Klein Gina vom Salzaspring". Auch sie ist eine lebhafte und wesenssichere Sheltiedame, die typvollen Nachwuchs aufweisen kann. Heute lebt sie zusammen mit einer Tochterhündin bei einer befreundeten Familie. Diese Linie existiert nun nicht mehr.


Im März 1995 kam aus der Tschechischen Republik die goldsable-withe Hündin "Dorotka z Dablovy studanky" (="Dolly")

 

Eltern Großeltern
MultiCh., Wsgr.95 Zygotes Golden Bow   

zw

Zygotes Charliebow
zw


Zygotes Honey For Me
zw
CsCh., DtJch. Kerrydaw Kampari
zw
Nobby Rock of Kerrydaw
d´zw


Kerrydaw Koromin
zw

 

 in unseren Zwinger. Beginnend mit dem Sieg als "Best Puppy" mit gerade 7 Monaten Alter zur 1. Deutschen Sheltie-Spezialschau in Krunkel machte sie ihren Weg durch die Ausstellungswelt, wurde Deutscher Jugendchampion 1996 und konnte schließlich im Sommer 2000 die letzte noch fehlende Anwartschaft gewinnen und wurde "Deutscher Champion VDH". Da sie eine sehr zierliche Sheltiehündin ist, hatte sie nur zahlenmäßig kleine Würfe. Ihre 2 Kinder des ersten Wurfes nach dem Rüden Dt.Jch. "Easy von Monasteria" "Quickly vom Salzaspring" (Rüde) und "Quinta vom Salzaspring" (Hündin) behielten wir und konnten sie erfolgreich ausstellen. "Quickly" schaffte mit Siegen in Erfurt, Alsfeld, Brandenburg und Berlin den Titel "Deutscher Jugendchampion" 2000. In Gödöllö (Ungarn) erreichte er im April 2000 mit 13 Monaten das BOB. Inzwischen ist er Vater zahlreicher typvoller Sheltiekinder.
"Quinta" konnte ihre Eignung als Mutti liebenswerten Nachwuchses ebenfalls beweisen.


"Dolly" brachte ihre letzten Kinder 2001, - aber leider nur per Kaiserschnitt. Wir konnten die 2 Hündinnen "Klein Yana vom Salzaspring" und "Klein Yvett vom Salzaspring" großziehen, mehrfach erfolgreich (vorzüglich-bewertet) ausstellen  und als zur Zucht empfohlene Hündinnen in unsere kleine Sheltie-Garde einreihen. "Yana" gewann zuletzt 2005 in Erfurt das CAC.
Seit Januar 2003 hatten wir von beiden Hündinnen typvollen Nachwuchs.


Im Frühjahr 2000 holten wir uns aus einem der bekanntesten, erfolgreichsten Sheltie-Zwinger Ungarns die zierliche "Malomvölgyi Parkerdösi Charlene" (Multich.Wsgr."Zygotes Golden Bow" x Ung,ACh."Malomvölgyi Parkerdösi Fifi"). Auch diese Hündin konnte vorzügliche Ausstellungsplatzierungen erreichen. Inzwischen geniesst  auch Sieden "Ruhestand" bei freunden. Sie wurde u.a. die Mutter der tricolour Hündin "Klein Joy Girl vomSalzaspring", von der  wir inzwischen auch mit dieser Linie weitere Zuchterfolge zu erzielen konnten.


Im Januar 2003 fielen im Wurf unserer "Klein Yvett" nach "Pitt vom Hochmoor" 4 Sheltiewelpen, darunter die "Klein Cathy Girl". Sie fiel uns sofort auf wegen ihrer Typübereinstimmung mit ihrer Oma "Dolly". Sie blieb bei uns! Inzwischen ist sie zu einer lebhaften und ansprechenden Hündin geworden und hatte ihren ersten typvollen Nachwuchs.
Aus der Verpaarung unseres "Quickly" und unserer "Nelly" fiel am 13.08.2002 ein Wurf mit beachtlichen 5/3 Welpen. Hier behielten wir "Klein Gibsy Girl", welche die kräftigste, herrlich rote Hündin diese kleinen Welpenschar war. Sie hat in Verbindung mit der "Dolly"-Linie (väterlicherseits) die Linie "Vinny" - "Belinda" - "Nelly" fortgesetzt.

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1 Rüde verstärkt inzwischen unsere Sheltie-Mannschaft:

2004 kam der darksable-weiße "Normen von Hängelsbreite"

(Jeff of American Dream vom Rindsberg  x  Ivonne von der Hängelsbreite).

Er ist zur Zucht empfohlen.

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Eine junge tricolour Hündin soll uns in diesem Farbschlag weiter voranbringen.

"Klein Tilly Black Girl vom Salzaspring"

wurde am 04.April 2006 geboren. Sie stammt aus der Verpaarung 

Normen von der Hängelsbreite  x  Klein Yvett vom Salzaspring.

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2007 zogen wir mit unseren bewährten Hündinnen Klein Yana und Klein Yvett 

2 schöne Würfe nach den in der Tschechischen Republik stehenden Importrüden 

CsCh. Milesend  Bromhouse Antique Gold   bzw.   CsCh. Scandyline Uncommon Story

Hier behielten wir einige erfolgversprechende Junghunde, die nun ihren Weg über Ausstellungen gehen werden.


Mit dem derzeitig vorhandenen Bestand an Shelties wollen wir in den kommenden Jahren an unsere Erfolge bei Ausstellungen und in der Zucht anknüpfen, um zur Weiterentwicklung dieser schönen, liebenswerten Kleinhunderasse noch etwas beizutragen.



© B. Wagner / 2019